Wissenswertes zum Antigen-Schnelltest

Antigen-Schnelltests für den Nachweis von SARS-CoV-2 sind als Medizinprodukte im Fachhandel / in Apotheken erhältlich. Dabei gibt es verschiedene Zulassungen. Es gibt sowohl Schnelltests, die von medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden müssen (POC) und Schnelltests, die zur Selbstanwendung zugelassen sind (sog. Laientests). 

Für Teststationen, die als solche beim Gesundheitsamt / Landratsamt angemeldet sind und die auch entsprechende Testzertifikate ausstellen dürfen, sind laut Testverordnung der Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege entsprechende Qualitätsnormen für Schnelltests zu erfüllen. Generell dürfen nur Schnelltests zur Anwendung kommen, die von medizinisch geschultem Personal angewendet werden müssen. Ebenso müssen diese Produkte den Mindestbedingungen des Robert-Koch-Institutes entsprechen. Die Tests müssen eine Sensitivität mind. größer 80% und eine Spezifität von mind. größer 97% aufweisen und zudem auf der offiziellen Liste des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte  (BfArM) gelistet sein. Genauere Informationen zu den Anforderungen der Tests finden Sie beim Paul-Ehrlich-Institut.

Abbilung Covid-19 Antigen-Schnelltest mit Erklärungen

Jeder Antigen-Schnelltest beruht auf dem Nachweis von Antigenen von SARS-CoV-2 mithilfe spezifischer Antikörper gegen Virusproteine und einer Farbreaktion. Im Unterschied zum PCR-Test werden also Proteine wie das Nukleocapsid-Protein (N) und keine Nukleinsäuren nachgewiesen. Das Prinzip ist mit einem Schwangerschaftstest vergleichbar. 

In Testzentrum der St. Rupertus-Apotheke in Bayerisch Gmain wird ein Antigen-Schnelltest durch Abstrich im vorderen Nasenbereich verwendet. Der verwendete Test ist selbstverständlich zugelassen und gelistet, die nötigen Anforderungen werden bei unserem Produkt sogar übertroffen (Sensitivität größer als 96% / Spezifität größer als 98%). Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben entsprechende Schulungen betreffend Handhabung, Sicherheit, Hygiene und Durchführung des sachgemäßen Abstriches durchlaufen. 

Durchführung

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Die Fachperson muss eine angepasste Schutzausrüstung tragen und die Räumlichkeiten müssen geeignet sein. Als Probenmaterial dient ein Abstrich aus dem Nasen-Rachen-Raum (nasopharyngealer Abstrich) oder auch ein Abstrich aus dem vorderen Nasenbereich (pränasaler Abstrich). 

Die Probe wird mit einer Pufferlösung gemischt und in die entsprechende Öffnung des Schnelltests gegeben. Das Ergebnis liegt abhängig vom Test rasch, innerhalb von ca. 15 Minuten, vor. Eine farbige Kontrollbande (C) zeigt optisch an, ob der Test richtig funktioniert hat. Falls diese fehlt, ist der Test ungültig. Sollten im Probenmaterial Coronaviren enthalten sein, bildet sich eine farbige Testlinie (T) aus, die optisch erkennbar ist. 

Vorteile

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+ Das Resultat liegt sehr schnell vor.
+ Es sind keine teuren Laborgeräte erforderlich. 

Nachteile

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Trotz der hohen Genauigkeit können falsche Resultate vorkommen. Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion deshalb nie zu 100% aus. Die Hygienemaßnahmen müssen daher weiter eingehalten werden. Der Antigentest ist weniger verlässlich als der PCR-Test, vor allem bezüglich der Sensitivität. Bei einem negativen Ergebnis kann im Zweifelsfall zusätzlich ein PCR-Test zur Anwendung kommen. Falsch positive Resultate sind aufgrund der hohen Spezifität hingegen sehr unwahrscheinlich. Trotzdem schreibt das Gesundheitsamt vor, bei einem positiven Schnelltest-Befund einen PCR-Test beim Hausarzt nachfolgen zu lassen.